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Schwarzau im Gebirge
Nature made in Naßwald
Theatergruppe Nasswald
Holzknechte bei der Arbeit
Georg Hubmer
Holzriese
Ziehschlitten
Spitzkraxe

Geschichtlicher Abriss



Zwischen der Besiedelung des oberen und unteren Schwarzatals liegen mehr als 3000 Jahre. Das untere Talgebiet ist uralter Kulturboden. Die ersten menschlichen Spuren reichen bis in die jüngere Steinzeit zurück. Die Kolonisation des oberen Schwarzatals (Gebiet: Schneeberg, Rax, Ameisenbühel ...) ist mit dem Namen des Geschlechtes der Herren von Traisen verknüpft.


Bereits zwischen 1030 und 1050 dürften sich die Herren von Traisen vom Traisental her auf dem Boden der heutigen Gemeinde Gutenstein , Rohr und Schwarzau festgesetzt haben. Um die Mitte des 11. Jhd drangen die ersten Siedler, wahrscheinlich von Kleinzell her in die Urwildnis des oberen Schwarzatals ein.


An die Zeit der Urwaldrodung mit Axt und Sägen erinnern heute noch zahlreiche Hofnamen. So gibt es heute noch die Namen Reitbauer, Reithof, Schlager und ähnliche, die ihren Ursprung in der Urbarmachung des Landes haben.


Die älteste Lokalbezeichnung betrifft die Schwarza, also den Bach, von dem der Markt Schwarzau im Gebirge seinen Namen hat. Die erste Erwähnung des Namen Schwarzau geht aus einer zwischen 1632 und 1658 stammenden Aufzeichnung des Gewohnheitsrechtes einzelner Orte hervor, in welcher der Ort bereits Schwarzau und nicht mehr Schwarzach genannt wird.


Zur Zeit der Türkenbelagerung, als die türkischen Reiter in Schwarzau einrückten, fanden sie den Ort von seinen Bewohnern verlassen. Sie waren in die Wälder der Umgebung geflüchtet. Grabungen, die in der Herrengrotte vorgenommen worden waren, zeigten, dass diese geräumige Höhle in der Klafterwand damals als Zufluchtsort genutzt worden war.

 

Gegen Ende des 16. Jhd trat Ludwig Gomez Freiherr von Hoyos als Bewerber um die Herrschaft Gutensteins auf. Am 28. April 1595 wurde die Verschreibung der Herrschaft an Ludwig Hoyos ausgefertigt. Kurz darauf erfolgte auch die Verschreibung des geistlichen Lehen, womit das Talgebiet der oberen Schwarza als Bestandteil der Herrschaft Gutenstein nachweislich an das sechste Geschlecht gelangt war.


Im Mai 1715 wurde mit dem schon dringend gewordenen Umbau der Kirche begonnen, wodurch sie ihr heutiges Aussehen erhielt. Der heutige Friedhof im Markt wurde am 1.November 1880 eingeweiht.


Gegen Ende des 18 Jhd schloss die kaiserliche Eisengewerkschaft Hirschwang mit J. Philipp von Hoyos einen Abstockungsvertrag über größere Holzmengen. Die Brüder Johan und Georg Hubmer aus dem oberösterreichischen Gosautal lösten das schwierige Transportproblem. Klausen wurden errichtet und dann große Triftungen durchgeführt. Allmählich entstand in „Nasswald“ eine schaffensfreudige Kolonie protestantischer Holzknechte, deren anerkanntes Oberhaupt Georg Hubmer war. Hubner schritt bald zur Durchführung eines Planes von höchster Kühnheit. Er beschloss durch das Gscheidl einen Tunnel zu schlagen, durch den er das, auf der steirischen Seite gefällte Holz durchschwemmen wollte. 1827 war der Tunnel fertig, nun konnte man mit der Abholzung des Urwaldes beginnen.

 

Noch zu Ende des 18 Jhd führte nur ein Fußpfad, der wegen steiler Felsen für Fußgänger sehr beschwerlich, zu Pferd aber garnicht zu passieren war, durch das Höllental. Georg Hubmer baute diesen Steig zu einem Karrenweg aus. Seit 1832 verläuft dort eine Straße.


Mitte des 19 Jhd. wurde das Untertänigkeitsverhältnis der Gemeinde zur Herrschaft völlig gelöst. An die Stelle, des von der Herrschaft abhängigen Richters trat der freigewählte Bürgermeister. Die grundherrlichen Gerichte machten den k.u.k. Gerichten Platz. Die Urteile wurden nun nicht mehr im Namen des Grundherrn, sondern im Namen des Kaisers gesprochen.

 

Im Jahr 1927 nahm die Gemeindeverwaltung ein für Schwarzau bedeutsames Werk in Angriff. Den Bau eines Elektrizitätswerkes. Am 14. Jänner brannten zum ersten mal das elektrische Licht. 35 Jahre später, beschlossen die Vertreter der Gemeinde den Anschluss an die NEWAG. Im Dezember 1963 wurde das alte gemeindeeigene E-Werk stillgelegt und das Ortsnetz an das Netz der NEWAG angeschlossen. Das Jahr 1963 brachte auch den Beginn der Schwarza-Teilregulierung, die im Jahr 1971 beendet werden konnte. Mit ihr kontrollierte man nun auch die ständig auftretenden Überschwemmungen der Schwarza. Trotzdem wurde das Tal 1997 nach schweren Regenfällen erneut vom Hochwasser heimgesucht.

 


Schwarzau zählt heute etwa 1000 Einwohner. Im Jahr 1951 hatte die Gemeinde noch 1528 und im Jahr 1869 etwa 2100 Ortsbewohner.  Schwarzau im Gebirge zählt jedoch mit 190 Quadratkilometern zu den größten Gemeindegebieten Niederösterreichs, und es gehören mehrere Täler, Rotten genannt, dazu, zum Beispiel: Nasswald, Vois, Preintal und Gegend.